Vom Postbus zum Wohnmobil

die Fortschritte

Das Wetter ist leider nicht ganz mit mir, erst diese klirrende KĂ€lte, aber so leicht bin ich nicht abzuschrecken, und jetzt wohl der Trumpf des Wettergotts, der Schnee 🙁

Bevor es weiss wurde habe ich mich an den Ablauf des Abwassertanks gemacht. Ich habe einen Stutzen an den Tank angebracht und konnte mit einem Schlauch an das Abwasserrohrsystem andocken. Dann ĂŒber einen Winkel ans Abwasserrohr und an der anderen Seite die bewĂ€hrte Methode mit dem Aufpressen einer Muffe mit Gewinde. Daran habe ich einen einfachen Kugelhahn befestigt und das Rohr an Alu-U-Profilen befestigt. Ich hĂ€tte zwar gern den Hahn hinter der Kögel-Karosserie-Verkleidung versteckt, aber der Tank hĂ€ngt einfach zu tief dazu… Innen komme ich leider beim Abwasserrohr nicht so gut weiter; die Rohre aus dem Boiler kommen einfach nicht im richtigen Winkel heraus, geht aber leider aus PlatzgrĂŒnden auch nicht anders und daher kann ich ein Rohr nicht schön an der RĂŒckwand des Schranks unterm Bett verlegen. Hab jetzt schon mehrfach alles umgesteckt und umgelegt, verschiebe aber das Winkelproblem immer nur von einer zur anderen Stelle. Leider gibt es nur 45° und 90° Winkel und die Rohre knicken (auch bei Hitze) eher als das sie sich biegen. Daher ist die Verbindung zwischen Bad und Boiler/KĂŒche leider noch nicht fertig.

Ansonsten habe ich immer wenn es dunkel und noch kĂŒhler wurde an meiner Heizungssteurung herumgelötet. Das mitgelieferte Kabel ist leider zu kurz um vom Radkasten bis zu meiner Beifahrersitz-Alu-Wand zu kommen, wo meine Steuerungen hinkommen. Daher habe ich mir bei conrad ein 12 adriges Kabel und VGA Stecker besorgt und habe damit das Kabel auf die richtige LĂ€nge gebracht. Diese Methode war erheblich gĂŒnstiger als das ĂŒberteuerte 10m Kabel aus dem Truma Zubehör.

Da es von Tag zu Tag kĂŒhler wurde und mein Motor auch immer schlechter ansprang musste ich mich endlich um die GlĂŒhkerzen kĂŒmmern. Der Austauch hat eigentlich leichter geklappt als gedacht (ich hatte mich zuvor noch nicht an Motoren o.Ă€. gewagt ;-)) Falls jemand die Dinger sucht, hier ein Foto. Es war netter Weise die vorletzte GlĂŒhkerze, die defekt war und nicht die ganz hinten. Eigentlich nett, wenn mir Nr. 3 nicht in den Motorraum gefallen wĂ€re und erst einmal spurlos verschwunden war. Da Nr. 1 und 2 ok waren und Nr. 4 auch musste ich wohl Nr. 3 suchen. Ich habe dazu den Unterbodenschutz entfernt, der zugleich als zweite Ölwanne diente. (Ich sah aus…) Nach etwas suchen habe ich sie gefunden und siehe da, sie war auch defekt. (Widerstand weit ĂŒber 1,5 Ohm) Ich habe auch gleich eine Stelle gefunden, wo das Öl her kommt. Die Ölablassschraube war nicht oder nicht mehr fest. Von oben kommt/kam es aber auch noch irgend woher.Vor dem Ausbau hatte ich noch die Stromversorgung der Kerzen ĂŒberprĂŒft, aber an allen lag Saft an. Es waren GlĂŒhkerzen von Beru drin und ich habe mir auch die selben wieder besorgt. (habe gleich alle vier ausgetauscht) Die passenden sind die Beru GN 858, alternativ sollten auch diese von Bosch passen: 0 250 201 041 [VorgĂ€ngermodelle: 0 250 201 026 , 0 250 201 047 siehe BOSCH eCat (ohne GewĂ€hr!)]

Die AnschlĂŒsse am Wasserhahn im Bad habe ich mit VerrĂ€nkung auch noch irgendwann hinbekommen. Leider kann ich temperaturbedingt das gesamte Wassersystem nicht auf Dichtigkeit hin testen und daher muss das Bad offen bleiben, bis es wieder wĂ€rmer wird. (Das Waschbecken kann man leider nur ein- und ausbauen, wenn die Badfront weg ist) Unter dem Badspiegelschrank habe ich noch den Lichtschalter angebracht und eine 12V Steckdose. Die Lampe kommt oben in die dafĂŒr vorgesehnen Mulde; es ist jetzt eine Leuchtstoffröhre geworden, eine passende LED-Lampe habe ich leider nicht gefunden, aber im Bad dĂŒrfte das Licht auch nicht dauerhaft brennen und 1,5A sind ja gerade so vertretbar 😉 Die Holzunterkonstruktion der Dusche ist inzwischen auch fest, nur die Dusche an sich noch nicht, solange ich nicht sicher weiß, dass der Abfluss dicht ist.

Die TĂŒrgummis habe ich auch endlich ausgetauscht, die hatten schon eine dicke Staub- und SĂ€gemehlschicht in der Garage bekommen. Das TĂŒrgummi auf der Fahrerhausseite war kein Problem, aber das Gummi an der seitlichen SchiebetĂŒr wurde von einem Trittblech verteidigt. Wie alles an diesem Auto war es 1000%ig befestigt, nur leider wollten diese Schrauben nicht mehr raus. Der Kampf hat einen Bohrer das Leben und mich einige Nerven gekostet, aber ich habe ihn gewonnen. Danach war der Austausch kein Problem und man kann jetzt nicht mehr von innen auf die Straße schauen.

Es gibt ĂŒbrigens ein Fertigstellungsdatum fĂŒr mein never-ending-project odimobil, wobei fertig noch genau definiert werden muss! Ich zĂ€hle dazu ein benutzbares Bad, HĂ€ngeschrĂ€nke, KĂŒche mit TĂŒren und Schubladen, DachabstĂŒtzung und Wandverkleidung. Im Idealfall sollte auch das FĂŒhrerhaus gedĂ€mmt und verkleidet sein. Das ganze möchte ich bis zum 12.04.2009 geschafft haben; heute war nĂ€mlich mal wieder auf absehbare Zeit Bauende, denn die Klausuren nahen und es geht wohl erst wieder Mitte MĂ€rz richtig weiter.

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