Vom Postbus zum Wohnmobil

Logbuch-Eintrag 123: zur Abwechslung ein Abdichtungsversuch

Zusammenfassend kann ich sagen, fleißig war ich den vergangenen Tagen 😉

Das anstehende Projekt hieß odimobil (endgĂŒltig?) dicht zu bekommen!? Da schmunzel ich schon beim Schreiben, aber wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt!

Da ich nun schon mind. dreimal alle NĂ€hte zwischen Dach und Eckprofilen herausgekratzt und wieder neugemacht habe, wollte ich etwas Neues versuchen, denn odimobil ist schon dichter als jemals zuvor gewesen. Eine zweite Schicht sollte es werden, verteilt ĂŒber das gesamte Dach, sodass auch gleich evtl. HagelschĂ€den mit abgedichtet werden. Entschieden habe ich mich fĂŒr das Mittelchen der Firma MEM namens WaterStop Liquid, weil es dauerelastisch ist und von der Zusammensetzung ungefĂ€hr Sika in flĂŒssiger ist. Dazu waren jedoch einige Vorarbeiten nötig:

1. Dachfenster ausbauen

Da auch das Dachfenster in meinem Bad nie richtig dicht war, musste dieses raus. Vermutlich lag das auch daran, dass die Dachhaut sich im vorderen Bereich des Koffers abgelöst hatte und ich damals die Hoffnung hatte, diese einfach mit samt dem Fensterrahmen wieder anzudrĂŒcken! Dieses mal habe ich es versucht besser zu machen und habe die Dachhaut zuvor mit dem Schaum verklebt. Dazu habe ich Sika 252 verwendet, das ich gerade zur Hand hatte…

2. Dachlicht schließen

In der Mitte des Koffers gibt es ja ein Dachlicht, wo durch die bisher transparente Dachhaut Licht hineinfĂ€llt. Wenn ich aber das Dichtmittel auf dem Dach verstreiche hat sich das mit dem Lichteinfall erledigt. Daher habe ich mich entschieden, diesen Bereich zu verschließen. Da das Dach ganz schön krumm und wellig ist, wollte ich zuvor Kanthölzer in Fahrtrichtung einkleben um dem Dach auch in diese Richtung etwas mehr StabilitĂ€t zu verleihen.

Daher habe ich 2x3cm Kanthölzer verklebt und zuvor einiges an Schaum herausgekratzt… Allerdings war das Dach im vorderen Bereich schon so verhĂ€rtet, dass es sich nicht mehr hochdrĂŒcken ließ, ich hĂ€tte die Platten nur noch brechen können 🙁 Dennoch habe ich sogut wie es ging innen die Decke hochgedrĂŒckt, wĂ€hrend dessen ich das Dach von oben beschwert hatte und dazwischen die Kanthölzer eingeklebt!

Zum Verschließen dieses Loches habe ich alte Fensterausschnitte zugeschnitten, diese mĂŒssen aber noch eingeklebt werden…

3. Dach sÀubern

Der Untergrund zur Verarbeitung des Dichtmittels sollte natĂŒrlich möglichst sauber sein, daher habe ich das Dach ordentlich geschrubbt und ich kann berichten, dass ein deutlicher Unterschied sichtbar war 😉 Interessant auch, dass das der erste Bereich des Autos sein dĂŒrfte, den ich gewaschen habe *shame on me*

Dann konnte es -schon?- losgehen mit dem Auftrag des WaterStop Liquid. Aufgrund der Temperaturen habe ich es im Innenbereich gelagert, da die Außentemperaturen noch an der Untergrenze der zulĂ€ssigen Verarbeitungstemperaturen lagen. Dadurch war es wirklich relativ „liquid“, aber dennoch zĂ€h genug, dass es einem nicht „weglĂ€uft“. Verteilt habe ich es mit einem Rakel und an den engeren Stellen um meine Dachreling-Halterungen herum mit einem kleinen Spachtel. Es ist nur schwer sich damit nicht einzusauen, wenn man insgesamt ca. 15kg Masse verarbeitet 😉

Nun sollte es 6 Stunden dauern – wenn es 20 Grad Außentemperatur gehabt hĂ€tte – bis der zweite Anstrich erfolgen konnte. Da es aber geregnet hatte (der erste Anstrich erfolgte unterm Dach) und es höchstens 10-15 Grad im Verlaufe des Tages hatte, war es nach 6-8h noch alles andere als belastbar. Auch am Abend nach 10-12h war es sehr klebrig und nicht begehbar. Daher konnte der nĂ€chste Anstrich erst gestern erfolgen und auch der Dachfenstereinbau verzögerte sich. Im Innenraum war es nicht besser! Die Abtrocknungszeiten vom Sika haben auch deutlich lĂ€nger gedauert als gewohnt 🙁

Aber auch der zweite Anstrich verlief problemlos! Allerdings habe ich mich nicht aufs Dach direkt getraut, weil die Masse einfach sehr klebrig blieb… Daher habe ich mir Aluplatten auf meine Dachreling gelegt um das Dach nicht berĂŒhren zu mĂŒssen. Das einzige was mir ausfiel, dass teilweise Luftblasen vorhanden waren, die aber nicht durchgĂ€ngig waren. Wenn man diese also geöffnet hat, war dennoch Dichtmaterial am Boden. Das ist aber vermutlich der Grund warum es Sinn macht, zweimal den Belag aufzutragen. Et voilĂ :

In den Wartezeiten habe ich im Innenraum noch zwei Halterungen fĂŒr Klapptisch und Klappwaschbecken montiert:

Das war dann auch schon wieder das Ergebnis von ca. 2 1/2 Tagen Arbeit, das war der letzte Abdichtungsversuch!

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