Inspektion für odimobil

Samstag, 17 August 2013

Auch wenn man aus Lesersicht dieses Blogs vermutlich den Eindruck haben kann, dass sich an odimobil nicht mehr allzu viel tut, will ich heute einmal eine Zusammenfassung der Fortschritte einstellen. Ab und an finde ich zum Glück Zeit etwas zu schrauben oder zu bauen, aber bisher fehlte die Zeit dies auch noch hier zu veröffentlichen.

Letzten Herbst begann die inzwischen fällige Inspektion in einer Mietwerkstatt in Frankfurt. Mit fachkundiger Unterstützung ging es auf die große Hebebühne und glücklicherweise sieht odimobil – zumindest unten herum – top aus. Dies hat ja auch die diesjährige TÜV Untersuchung gezeigt, durch die ich ohne Beanstandungen durchgekommen bin. Damals haben wir bei 135000km das Motoröl gewechselt und alles abgeschmiert. Durch den harten Winter und wenig Zeit blieben einige weitere Aufgaben bis zum Frühjahr liegen. Der Ölfilter und Kraftstofffilter wollte noch gewechselt werden, außerdem stand ein Wechsel der Bremsflüssigkeit an.

Der Wechsel des Kraftstofffilters war relativ simpel, wenn er auch etwas schwer zugänglich ist. Er kann von vorne durch die Motorhaube gewechselt werden und ist nur an einer Sechskantschraube von oben befestigt. Löst man diese kann man ihn nach unten hin wegziehen, er ist allerdings logischerweise voll Diesel. Um den Kraftstofffilter besser demontieren zu können, habe ich den dicken Kühlmittelschlauch vorne am Kühler gelöst. Ehrlich gesagt, dachte ich es wäre ein Luftschlauch, weil er so dick war. Durch die Demontage habe ich rel. viel Kühlwasser verloren, aber gut, das war schnell wieder aufgefüllt und ich habe wieder etwas gelernt. Ansonsten sollte man noch den neuen Kraftstofffilter wieder mit frischem Diesel befüllen bevor man ihn einbaut, sonst orgelt man, wie ich, eine Weile bis der Motor wieder anspringt. In diesem Fall hilft es Vollgas zu geben, dann füllt sich der Filter auch wieder relativ schnell. (wie immer DANKE für den Telefonsupport Dirk ^^)

Kraftstofffilter - 1 Kraftstofffilter - 2

Die größere Sauerei war der Ölfilter, weil dieser bei dem 308D und verwandten Modellen etwas ungünstig konstruiert ist. Er ist unter dem Auto auf der Fahrerseite zu finden und hängt ungefähr auf Höhe der Spritzwand des Fahrerhauses. Man löst die beiden Schrauben am Ölfiltergehäuse ein paar Umdrehungen und eine Menge Öl (mind. 1l), fließt ab. Dann kann man den Ölfilter herausziehen, der am Deckel des Ölfiltergehäuses befestigt ist. Nach dem Wechsel des Filters und der Dichtung kann er wieder eingebaut werden. Dann noch Öl auffüllen und fertig. Wenn man das allerdings liegend unter dem Auto macht und einem schön das Öl über die Arme läuft ist das eine ganz schöne Schweinerei, aber dafür selbst gemacht und um eine Erfahrung reicher 🙂

Ölfilter

Die Bremsflüssigkeit habe ich in einer LKW Fachwerkstatt wechseln lassen, denn an sicherheitsrelevante Dinge traue ich mich ehrlich gesagt nicht ran. Ich konnte warten bis alles erledigt war und der Bremsenprüfstand hat wieder wunderbare Werte angezeigt, nachdem die neue Bremsflüssigkeit im System war.

Bremsflüssigkeitswechsel

Damit war odimobil fertig für den diesjährigen Sommerurlaub, aber dazu mehr im nächsten Beitrag…

Postkögel in Bremerhaven gestohlen

Sonntag, 26 Mai 2013

Wie ich gerade im busfreaks-Forum gelesen habe wurde ein Postkoffer in Bremerhaven gestohlen. Haltet doch mal die Augen auf, ob ihr so ein Fahrzeug seht:

postkoffer

Besonderheiten:

  • gelber MB T1 von der Post
  • Anhängerkupplung und Fußtritt am Heck
  • Im unteren hinteren Teil der Seitentür sind Spuren eines Unfallschadens zu sehen
  • Rechts hat der Wagen einen zusätzlichen runden Spiegel am Außenspiegel montiert
  • Rückfahrkamera in Wagenfarbe
  • vorne oben weiße und hinten oben rote LED Umrissleuchten
  • Windschutzscheibe mit Aufkleber „Bezirk 5“
  • auf linker Seite ist ein weißer Gasheizungsauslass
  • weißes Dach mit großer Dachluke und zwei gr. Solarmodulen
  • Kennzeichen HH-KA 203

Original Hilferuf:

Hilfe!! Unser geliebtes Wohnmobil ist zwischen Pfingstmontagabend 18Uhr und Donnerstag 15Uhr in Bremerhaven gestohlen worden. Der Wagen war für längere Zeit in der Straße Am Leuchtturm/Lohmannstraße, direkt an der Uferpromenade geparkt.

Hinweise bitte an: Kai Hashagen & Anneke Blumenberg, Telefon 040 – 46007968

Ausbau des Sitzkastens Fahrerseite mit Getriebemotor + Standheizung

Donnerstag, 1 Oktober 2009

So hier mal eine Kurzanleitung wie man den Sitzkasten auf der Fahrerseite mit Getriebemotor, etc. heraus bekommt… Ich habe mir das vor genommen, weil Rost darunter zu sehen war und ich das Schadensausmaß ganz genau sehen wollte.

Los ging es, wie immer, mit dem Abschrauben der Sitzkonsolen + Sitze, was inzwischen schon fast blind funktioniert 😉 Die Starterbatterie ist auch schnell draußen, Minus- und Pluspol abgklemmen und dann eine Schraube eines Batteriewinkel-Halters ungefähr in der Mitte des Sitzkastens lösen. Damit kommt man an die ersten beiden Schrauben des Sitzkastens, die es in sich haben, weil sie bei mir total fest gerostet waren. Außerdem ist es da drin richtig dreckig 😀 Meine kleine Ratsche hatte einen viel zu kleinen Hebel und ich habe mir dann eine kleine Verlängerung gebaut und mit viel Kraft und Schweiß waren die ersten beiden Schrauben irgendwann draußen. Dann stört aber der Getriebemotor um die verbleibenden drei Schrauben des Sitzkastens zu lösen. Man kann relativ bequem von außen die drei Schrauben des Motors lösen, die ihn fixieren; zwei von ihnen gehen komplett von außen durch den ganzen Motor durch und wehren sich vielleicht etwas. Dann die heikle Frage, wo man ihn vom weiterführenden Gestänge löst? Ich habe mich für die „goldene“ Schraube am Motor entschieden (Bild 3), hier ist eine Kerbe um ihn wieder richtig auf zu setzen und beim morgigen Einbau wird sich zeigen, ob es die richtige Entscheidung war. Falls es falsch war werde ich den Beitrag dahin gehend ergänzen ^^ (EDIT: Schraube ist gut, Getriebe läuft wieder) Noch zwei Stecker raus und mit sanfter Gewalt kann man ihm am Winkel, der den Motor innen im Sitzkasten hält vorbei schieben. Dann stört leider noch der Winkel (Bild 1), dieser ist dann aber schnell entfernt und man kann unter dem Fahrzeugboden drei Muttern lösen, danach kann man ihn nach oben hin heraus ziehen. Schon ist alles leer und man muss sich „nur“ noch mit den verbleibenden drei Schrauben des Sitzkastens herum ärgern, dann ist alles leer 😉 Bei mir war rings herum unter dem Blech des Sitzkastens, quasi auf der Auflagefläche des Kastens, Rost… Die Arbeit hat sich also gelohnt!

Die Standheizung habe ich mir dann auch noch vorgenommen; man konnte zwar kein Rost sehen, aber später – nach dem Ausbau – gab es doch welchen! Die Heizung ist mit vier Schrauben durch das Bodenblech verschraubt und lässt sich, wie der Winkel des Getriebemotors, durch lösen der Muttern ausbauen. Als die Muttern ab waren habe ich ordentlich gezogen, doch nichts tat sich. Bei mir waren die Löcher für Abgasrohr und Frischluftrohr? so klein, dass die Rohre und erst recht nicht die Schellen durch passten. Also wieder Hände geschwärzt und Schellen und Rohre gelöst, dann konnte man ihn hoch heben. Von oben habe ich dann nur noch die Kraftstoffleitung gelöst und zuvor natürlich noch das Steuerkabel an der Oberseite.

Die Handbremse habe ich drin gelassen, aber laut Tony, ist auch sie einfach mit Muttern von unten fixiert. Das Handbremsseil habe ich aber ausgehängt, da ich die Dichtung erneuert habe. Diese habe ich heute in der Sternapotheke geschenkt bekommen!!! 😀 Dazu muss man nur den unteren Stift am Seil lösen und dann kann man bequem dran um z.B. die Dichtung einzufädeln.

Tja, ist doch eine Langanleitung geworden, aber vielleicht hilfts jemandem. Anbei noch Fotos vom Getriebemotor + Winkel

honeypot@odimobil.de