Was ich heute nicht wieder so bauen würde

Montag, 5 Oktober 2015

Mein letzter Beitrag auf dieser Seite ist schon vor einer ganzen Weile geschrieben worden und dennoch geht es mit odimobil weiter. Es fehlt nur meist die Zeit die Neuerungen zu dokumentieren, denn die Zeit für Schrauben und Basteln an odimobil ist schon sehr knapp. Nun ist mein Baubeginn schon viele Jahre her und inzwischen sind viele ähnliche Projekte gestartet und auch teils wunderbar dokumentiert worden. Da dachte ich mir, dass der Leser hier vielleicht am meisten profitieren könnte, wenn ich zusammenfasse was ich heute nicht mehr in dieser Form bauen oder angehen würde. Auf Neu-Deutsch also ein „Lessons Learned“ Beitrag:

  • Das Basisfahrzeug ist entscheidet wie lange ihr Spaß und Freude mit eurem Ausbau haben könnt. Ich habe in einer Zeit mein Fahrzeug gekauft, in der mir der Sprinter noch zu teuer war und ich das „alte“ Auto auch aus diversen Gründen besser fand. Worauf ich hinaus will ist, dass ich heute mehr Geld für das Basis ausgeben würde oder wenn das nicht möglich ist, mehr Zeit in die Instandsetzung der Basis fließen sollte, damit sie nicht wegrostet. Was nützt die viele Mühe in einen Ausbau, wenn die Basis darunter zu früh kaputt geht.
  • Mein Koffer ist komplett mit Xtremisolator gedämmt, was aber nicht notwendig gewesen wäre. Heute fahre ich nur von Frühjahr bis Herbst und brauche kaum meine Heizung, geschweige denn meine Dämmung. Was ich aber nicht ausreichend gedämmt habe, ist der Fußboden. In meinem alten Kögelkoffer ist das noch eine Holz-Siebdruckplatte, die völlig ungedämmt ist. Heute würde ich mind. 20mm Dämmung flächendeckend aufbringen und viell. sogar einen beheizten, doppelten Boden verbauen, wenn es die Raumhöhe zulässt. Selbst wenn man im Winter campen möchte, was ich einmal gemacht habe, muss man sich meiner Meinung nach, erst einmal um die ganzen Öffnungen und Schlitze kümmern, bevor man viel Geld in eine Dämmung investiert. Die Wände und Decke sind eigentlich ausreichend gedämmt und in Kombination mit einer guten Heizung würde ich heute nur noch den Boden dämmen.
  • Viel Zeit ist in die Planung geflossen, vor allem natürlich wie der Grundriss wird. Was ich nicht detailliert genug geplant hatte, war wo welche Kabel verlaufen und verlegt werden müssen. Heute würde ich nicht nur Grundrisse zeichnen, sondern auch Pläne über Wasserleitungen, 12V und 220V Versorgung. Sonst endet das wie in odimobil in einem unschönen Chaos, in dem überall Kabel quer durchs Auto verlaufen.
  • Das Thema Grundriss ist etwas ganz Individuelles, denn jeder hat andere Prioritäten und macht somit andere Kompromisse. Damals war für mich ein Festbett und ein großzügiges Bad wichtig. Dafür musste ich auf eine Sitzecke verzichten und habe viel Raumgefühl durch das große Bad verloren. Heute würde ich das Fahrerhaus mit in den Grundriss einbeziehen und generell darauf achten, dass keine hohen Schränke oder ein Bad das Raumgefühl zerstören. Die Koffer sind eh schon sehr klein und wenn man sich optisch zusätzlich Raum verbaut, ist es schon sehr beengt. Achtet man hingegen darauf, dass eine gewisse Großzügigkeit erhalten bleibt und baut viele Fenster ein, kann das gleiche Fahrzeug ganz anders wirken. Auch das Bad würde ich heute viel kleiner bauen und evtl. versuchen die Dusche in den Gang zu integrieren wie es z.B. Pössl umsetzt. Geht einfach auf die Messen und schaut euch viele Mobile an, da kann man sich viele gute Ideen abschauen.
  • Bei der Abwasserplanung habe ich vergessen, dass so ein Fahrzeug immer schräg steht. Da hilft es, wenn die Abflüsse in der Duschwanne und den Waschbecken in den gleichen Ecken liegen oder ausreichend Gefälle im Becken selbst vorhanden ist, um das Abwasser z.B. in einen mittigen Abfluss zu bekommen. Bei odimobil konkret ist der Abfluss der Duschwanne auf der Beifahrerseite liegend, im Bad-Waschbecken aber auf der Fahrerseite. Irgendwo steht immer das Wasser, ein Detail das ich heute in eine neue Planung miteinbeziehen würde.
  • Der Möbelbau war zeitlich gesehen sehr aufwändig, da ich mir große Multiplexplatten besorgt hatte und sämtliche Schränke, Klappen und Türen selbst gebaut habe. Dazu bedarf es einer sehr gut ausgestatteten Werkstatt, am besten mit Plattensäge oder zumindest einer sehr guten Kreissäge mit großer Arbeitsfläche, auf der solche Platten eben aufliegen können. Ich habe das mit Böcken gemacht und einer einfachen Kreissäge ohne Führungsschiene. Ergebnis sind viele krumme Schnitte, aber noch schlimmer ausgerissene Oberflächen. Viel zu spät habe ich mit einer guten Kreissäge (Makita, Festo) und Führungsschiene gearbeitet und konnte den Unterschied kaum glauben. Das Ergebnis ist um Welten besser und die Arbeit wäre in der Hälfte der Zeit erledigt gewesen. Überhaupt gibt es aus meiner Sicht nichts Wichtigeres für so ein Projekt als gutes, professionelles Werkzeug. Man erspart sich viel Arbeit, wenn man mit fertigen Schränken arbeitet oder einen Wohnwagen kauft und diesen schlachtet.
  • Die Raumnutzung ist wohl mit das Wichtigste was es in der Planung zu berücksichtigen gibt. Ich bin da viel zu großzügig ran gegangen und habe mir nicht groß Gedanken gemacht, wo genau die Heizung sitzt und wie man anschließend den Raum drum herum noch nutzen kann. Es geht aber letztendlich im Wohnmobil um Zentimeter, denn der verfügbare Raum ist sehr beschränkt. Daher würde ich heute auch den Stauraum durchplanen und überlegen, ob der Raum z.B. über einer Heizung oder über Gasflaschen noch nutzbar ist. Es ist wie beim Tetris spielen, im Idealfall passen alle Teile in- und aufeinander.

Ich hoffe, dass dieser Beitrag dazu dient, dass ihr nicht die gleichen Fehler macht wie ich! Wenn mir weitere Dinge einfallen, werde ich diesen Beitrag von Zeit zu Zeit aktualisieren.

Fahrzeugfront entrosten | Teil 2

Sonntag, 25 Mai 2014

Im Teil 1 hatte ich berichtet, wie ich die Fahrzeugfront zerlegt und vom Rost befreit hatte, aber auch, dass die Bestellung der Neuteile sich als schwierig erwiesen hat. Der ebay shop, der sowohl den Frontgrill als auch den Kotflügel vorrätig haben sollte, hat nach ca. drei Wochen nur den Frontgrill geliefert und mir mitgeteilt, dass der Kotflügel für einige Wochen nicht lieferbar sei. Immerhin stimmte mich die erste Anpassprobe positiv, denn alles schien zu passen:

neuer Kühlergrill schwarz

Daraufhin habe ich bei einem Münchner Teilelieferanten den Kotflügel bestellt, doch auch hier tat sich innerhalb einer Woche nach Bezahlung nichts, obwohl er angeblich „sofort lieferbar“ sein sollte. Also habe ich auch diese Bestellung storniert und bei Autoteile Teufel bestellt und schon am Tag nach der Bestellung ging der Kotflügel in den Versand. Da meine Stornierung vom Münchner Händler ignoriert wurde, hatte ich fast zeitgleich zwei Kotflügel erhalten und somit die Qual der Wahl. Denn beim Anhalten der Kotflügel zeigte sich schnell, dass hier einiges nicht passte 🙁

Kotflügel schwarz Anpassungsprobe Kotflügel schwarz Anpassungsprobe Detailansicht

Nicht nur, dass eine große Lücke zw. innerem Radlauf und Kotflügel klaffte, auch außen waren einige Bleche und Abkantungen falsch bemaßt. Daher war Schritt 1: „Passend machen“.

An einigen Stellen musste ich etwas wegflexen, aber nach einigen Anproben passte dann der Kotflügel wie angegossen. Das Rätsel über die Lücke am Radlauf konnte ich nicht lösen. Der Ersatzkotflügel war im inneren Bereich genauso aufgebaut wie das Original und die Lücke war im Werkszustand mit Karosseriedichtmasse zugespachtelt. Auch Dirks Recherche im Mercedes Planverzeichnis hat kein weiteres, fehlendes Teil ergeben, daher muss wohl die Karosseriedichtmasse die originale Lösung für diese Lücke sein.

In weiteren Arbeitsschritten habe ich den schwarz-matten Schutzlack, mit denen die Ersatz-Karosserieteile von Van Wezel lackiert waren, mit 800er Wasserschleifpapier angeschliffen und mit einem hellgrauen Acryl-Haftgrund lackiert.

Haftgrund lackieren

Nach mehreren Schichten Haftgrund musste dieser wieder angeschliffen werden, bevor der Decklack aufgetragen werden konnte. Laut Verarbeitungshinweis sollte dies mit 600er Nassschleifpapier erfolgen, dies war aber zu grob, denn an den Kanten kam schnell der schwarze Lack wieder hindurch. Daher habe ich anschließend wieder mit 800er Schleifpapier gearbeitet. Als Deckschicht habe ich einen 1K Acryllack in RAL 1032 ginstergelb verwendet und ich bin mit dem Endergebnis mehr als zufrieden. 🙂

Karosserieteile lackieren

Klar haben sich ein paar kleinere Lackeinschlüsse beim Lackieren im Freien nicht verhindern lassen, aber immerhin haben sich so die Kosten im Rahmen gehalten. Nun mussten nur noch alle Teile wieder an ihren Platz. Und hier haben sich im Detail doch noch ein paar weitere, falsche Bemaßungen herausgestellt, sodass ein paar Bohrungen angepasst werden mussten. Auch die Spaltmaße sind leider nicht perfekt geworden, aber ich bin dennoch mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden.

neue Karosserieteile montiert

Und eine kurze Ausfahrt übers Wochenende durfte dann auch nicht fehlen:

Bodenheim 2014

Fahrzeugfront entrosten | Teil 1

Dienstag, 25 März 2014

Anfang des Monats habe ich endlich ein freies Wochenende zum Schrauben gefunden und habe mir den Rost an odimobil vorgeknüpft. Bisher sind glücklicherweise nur Verkleidungsteile betroffen, aber auch diese sollten schon lange vom Rost befreit werden. Begonnen habe ich mit dem Kotflügel auf der Beifahrerseite und dem Frontgrill.

Kotflügel entfernen - 1 Kotflügel entfernen - 2

Dazu habe ich zuerst die Motorhaube und anschließend den Blinker demontiert. Dann konnte ich einige Schrauben, die von oben und von der Tür aus zugänglich waren lösen. Als hartnäckiger haben sich die Schrauben, die von unten entfernt werden mussen, herausgestellt. Dazu musste ich den Spritzschutz vom Radlauf lösen, was für die ein oder andere Verbindung etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hat, da diese stark verrostet waren. Die Schraube, die den Frontgrill mit dem Kotflügel zusammenhält, hat sich besonders gewehrt, aber letzt endlich hat auch sie gegen mich verloren.  Bis auf eine M6 Schraube, bei der ich den Kopf vom Gewinde abgedreht habe, konnten alle Schrauben am Stück entfernt werden.

Anschließend war der Frontgrill dran, zu dessen Demontage die Scheinwerfer,  der Motorhauben-Entrieglungs-Seilzug und einige Schrauben raus mussten. Danach war odimobil nackt:

Frontgrill entfernen - 1 Frontgrill entfernen - 2

Die Aktion hat etwa 2-3 Stunden gedauert, inkl. peniblen verpacken der Schrauben in beschriftete Tüten, damit ich diese möglichst nochmals zuordnen kann und im Idealfall alles wieder zusammen gebaut bekomme 😉

Die meisten Schrauben sind so stark korrodiert und angegriffen, dass ich diese nicht mehr wieder verwenden will. Daher habe ich mir eine lange Liste gemacht und war im va-schrauben shop einkaufen. Hier konnte ich alle benötigten Schrauben einzeln kaufen und die Lieferung erfolgte sehr zügig.

Die Karosserieteile waren zu sehr vom Rost befallen als das ich mir die Mühe machen würde diese aufzuarbeiten. Der Kotflügel hat eine gr. Durchrostung an der Kante des Radlaufs und auch der Frontgrill ist erwartungsgemäß in einem schlechten Zustand.

Daher habe ich mich entschieden die Teile neu zu kaufen. Bei Mercedes kosten allerdings Kotflügel und Frontgrill zusammen über 600€, sodass ich auf Zuliefererteile setzen muss. Die Mercedes Teilenummern für Kotflügel und Frontgrill habe ich meiner Liste der Teilenummern auf der Unterseite „Fahrzeug“ hinzugefügt.

Vor über zwei Wochen hatte ich nach den beiden Teilen im Internet gesucht und glücklicherweise führen zahlreiche Zubehör-Shops Nachbauten dieser Karosserieteile. Letztendlich habe ich mich für einen ebay shop entschieden und diese dort bestellt. Leider funktioniert die Bezahlung und Abwicklung mit diesem shop überhaupt nicht, sodass ich noch immer auf die Teile warte. Dazu aber evtl. mehr, wenn die Sache abgeschlossen ist und ich endlich die Teile geliefert bekommen habe.

Die verbleibenden Roststellen am innenliegenden Radlaufblech habe ich mit der Flex bearbeitet und dann mit Pelox RE Rostentferner behandelt. Zum Schluss habe ich alles mit Brantho-Korrux „nitrofest“ eingepinselt, sodass es an dieser Stelle erst einmal nicht mehr weiterrosten sollte. Wenn ich die neuen Karosserieteile bekommen habe und auch noch zum Verbauen gekommen bin, gibt es hier wieder einen neuen Beitrag…

Ab in den Urlaub mit neuen Hubstützen

Dienstag, 20 August 2013

Nach neuem TÜV und erfolgreich abgeschlossener Inspektion gab es noch ein paar Dinge, die ich erledigen wollte, bevor es auf große Reise in den Sommerurlaub gehen sollte.

Schon kurz nach dem Kauf von odimobil sind mir die weichen Blattfedern aufgefallen, die den Koffer im Stand hin- und herwackeln lassen, sobald man nur einsteigt und darin herumläuft. Also habe ich nach manuellen Hubstützen Ausschau gehalten und bin bei Reimo fündig geworden. Am Rahmen gab es auch ein schönes Plätzen wo sie passend montiert werden konnten, also einmal anprobieren:

Hubstütze Anprobe - 1 Hubstütze Anprobe - 2

Passt!

Dann zog sich das ganze doch wieder einmal länger hin als gedacht. Die Löcher waren schnell in das Abdeckblech unter dem Rahmen gebohrt, doch dann fehlte Rostschutzlack und andere Dinge. Also wieder Heim fahren und den nächsten Schub an Werkzeug und Materialien zum Stellplatz geschafft. Nachdem alles lackiert war musste das ja erst einmal trocknen und einige Tage später konnten dann die Stützen auch wirklich montiert werden. Das ging dann relativ zügig mit jeweils zwei M8 Schrauben, Unterlegscheiben und selbstsichernden Muttern sitzen nun die Stützen bombenfest an ihrem Platz.

Hubstützen montiert - 1 Hubstützen montiert - 2 Hubstützen montiert - 3

Vor Abreise hab es noch eine weitere wichtige Reparatur zu erledigen. Die Entlüftungsschläuche im Abwassertank mussten neu befestigt werden, denn diese hatten sich über den Winter gelöst. Ich habe die Entlüftung so gelöst, dass ich zwei Schlauchdurchführungen unten am Abwassertank montiert habe und im Tankinneren gehen diese Schläuche bis zur Tankdecke. Herausforderung ist es diese auch dauerhaft an der Tankdecke zu halten. Eine einfachere Entlüftung von oben war in meinem Fall nicht möglich, da der Tank eingequetscht unter dem Fahrzeugboden sitzt und daher alles von unten erledigt werden musste. Der Erstversuch war die Schläuche nur mit Sika an die Decke zu kleben. Dies hat immerhin ein paar Jahre und zehntausende Kilometer gehalten, aber eben auch nicht mehr. Daher habe ich versucht eine dauerhafte Lösung zu finden und wollte die Schläuche zum Tankboden abstützen. Aus einem Schlauchhalter und einer Gewindestange habe ich mir eine Stütze gebastelt, die ich erst einmal mit viel Sika verklebt habe. Zuvor stand natürlich eine ausgiebige Reinigung des Tanks an, ich erspare euch die Details 😉 Danach mussten nur noch die Entlüftungsschläuche in die neuen Halterungen eingeklipst werden und zur Sicherheit nocheinmal Sika drumherum. Fertig ist die neue Befestigung, die hoffentlich für die Ewigkeit ist.

Abwassertank Entlüftung

Nun konnte es in den verdienten Urlaub gehen. Ziel war dieses Jahr die deutsche Nord- und Ostsee und glücklicherweise war das genau die richtige Wahl, denn über den Sommer 2013 gibts wohl nichts zu meckern? Wir hatten eine traumhafte Zeit in Sankt Peter-Ording, auf Sylt und Fehmarn.

Stellplatz Sankt Peter-Ording Sylt CP Weddingstedt

Inspektion für odimobil

Samstag, 17 August 2013

Auch wenn man aus Lesersicht dieses Blogs vermutlich den Eindruck haben kann, dass sich an odimobil nicht mehr allzu viel tut, will ich heute einmal eine Zusammenfassung der Fortschritte einstellen. Ab und an finde ich zum Glück Zeit etwas zu schrauben oder zu bauen, aber bisher fehlte die Zeit dies auch noch hier zu veröffentlichen.

Letzten Herbst begann die inzwischen fällige Inspektion in einer Mietwerkstatt in Frankfurt. Mit fachkundiger Unterstützung ging es auf die große Hebebühne und glücklicherweise sieht odimobil – zumindest unten herum – top aus. Dies hat ja auch die diesjährige TÜV Untersuchung gezeigt, durch die ich ohne Beanstandungen durchgekommen bin. Damals haben wir bei 135000km das Motoröl gewechselt und alles abgeschmiert. Durch den harten Winter und wenig Zeit blieben einige weitere Aufgaben bis zum Frühjahr liegen. Der Ölfilter und Kraftstofffilter wollte noch gewechselt werden, außerdem stand ein Wechsel der Bremsflüssigkeit an.

Der Wechsel des Kraftstofffilters war relativ simpel, wenn er auch etwas schwer zugänglich ist. Er kann von vorne durch die Motorhaube gewechselt werden und ist nur an einer Sechskantschraube von oben befestigt. Löst man diese kann man ihn nach unten hin wegziehen, er ist allerdings logischerweise voll Diesel. Um den Kraftstofffilter besser demontieren zu können, habe ich den dicken Kühlmittelschlauch vorne am Kühler gelöst. Ehrlich gesagt, dachte ich es wäre ein Luftschlauch, weil er so dick war. Durch die Demontage habe ich rel. viel Kühlwasser verloren, aber gut, das war schnell wieder aufgefüllt und ich habe wieder etwas gelernt. Ansonsten sollte man noch den neuen Kraftstofffilter wieder mit frischem Diesel befüllen bevor man ihn einbaut, sonst orgelt man, wie ich, eine Weile bis der Motor wieder anspringt. In diesem Fall hilft es Vollgas zu geben, dann füllt sich der Filter auch wieder relativ schnell. (wie immer DANKE für den Telefonsupport Dirk ^^)

Kraftstofffilter - 1 Kraftstofffilter - 2

Die größere Sauerei war der Ölfilter, weil dieser bei dem 308D und verwandten Modellen etwas ungünstig konstruiert ist. Er ist unter dem Auto auf der Fahrerseite zu finden und hängt ungefähr auf Höhe der Spritzwand des Fahrerhauses. Man löst die beiden Schrauben am Ölfiltergehäuse ein paar Umdrehungen und eine Menge Öl (mind. 1l), fließt ab. Dann kann man den Ölfilter herausziehen, der am Deckel des Ölfiltergehäuses befestigt ist. Nach dem Wechsel des Filters und der Dichtung kann er wieder eingebaut werden. Dann noch Öl auffüllen und fertig. Wenn man das allerdings liegend unter dem Auto macht und einem schön das Öl über die Arme läuft ist das eine ganz schöne Schweinerei, aber dafür selbst gemacht und um eine Erfahrung reicher 🙂

Ölfilter

Die Bremsflüssigkeit habe ich in einer LKW Fachwerkstatt wechseln lassen, denn an sicherheitsrelevante Dinge traue ich mich ehrlich gesagt nicht ran. Ich konnte warten bis alles erledigt war und der Bremsenprüfstand hat wieder wunderbare Werte angezeigt, nachdem die neue Bremsflüssigkeit im System war.

Bremsflüssigkeitswechsel

Damit war odimobil fertig für den diesjährigen Sommerurlaub, aber dazu mehr im nächsten Beitrag…

honeypot@odimobil.de