Fahrzeugfront entrosten | Teil 2

Sonntag, 25 Mai 2014

Im Teil 1 hatte ich berichtet, wie ich die Fahrzeugfront zerlegt und vom Rost befreit hatte, aber auch, dass die Bestellung der Neuteile sich als schwierig erwiesen hat. Der ebay shop, der sowohl den Frontgrill als auch den Kotflügel vorrätig haben sollte, hat nach ca. drei Wochen nur den Frontgrill geliefert und mir mitgeteilt, dass der Kotflügel für einige Wochen nicht lieferbar sei. Immerhin stimmte mich die erste Anpassprobe positiv, denn alles schien zu passen:

neuer Kühlergrill schwarz

Daraufhin habe ich bei einem Münchner Teilelieferanten den Kotflügel bestellt, doch auch hier tat sich innerhalb einer Woche nach Bezahlung nichts, obwohl er angeblich „sofort lieferbar“ sein sollte. Also habe ich auch diese Bestellung storniert und bei Autoteile Teufel bestellt und schon am Tag nach der Bestellung ging der Kotflügel in den Versand. Da meine Stornierung vom Münchner Händler ignoriert wurde, hatte ich fast zeitgleich zwei Kotflügel erhalten und somit die Qual der Wahl. Denn beim Anhalten der Kotflügel zeigte sich schnell, dass hier einiges nicht passte 🙁

Kotflügel schwarz Anpassungsprobe Kotflügel schwarz Anpassungsprobe Detailansicht

Nicht nur, dass eine große Lücke zw. innerem Radlauf und Kotflügel klaffte, auch außen waren einige Bleche und Abkantungen falsch bemaßt. Daher war Schritt 1: „Passend machen“.

An einigen Stellen musste ich etwas wegflexen, aber nach einigen Anproben passte dann der Kotflügel wie angegossen. Das Rätsel über die Lücke am Radlauf konnte ich nicht lösen. Der Ersatzkotflügel war im inneren Bereich genauso aufgebaut wie das Original und die Lücke war im Werkszustand mit Karosseriedichtmasse zugespachtelt. Auch Dirks Recherche im Mercedes Planverzeichnis hat kein weiteres, fehlendes Teil ergeben, daher muss wohl die Karosseriedichtmasse die originale Lösung für diese Lücke sein.

In weiteren Arbeitsschritten habe ich den schwarz-matten Schutzlack, mit denen die Ersatz-Karosserieteile von Van Wezel lackiert waren, mit 800er Wasserschleifpapier angeschliffen und mit einem hellgrauen Acryl-Haftgrund lackiert.

Haftgrund lackieren

Nach mehreren Schichten Haftgrund musste dieser wieder angeschliffen werden, bevor der Decklack aufgetragen werden konnte. Laut Verarbeitungshinweis sollte dies mit 600er Nassschleifpapier erfolgen, dies war aber zu grob, denn an den Kanten kam schnell der schwarze Lack wieder hindurch. Daher habe ich anschließend wieder mit 800er Schleifpapier gearbeitet. Als Deckschicht habe ich einen 1K Acryllack in RAL 1032 ginstergelb verwendet und ich bin mit dem Endergebnis mehr als zufrieden. 🙂

Karosserieteile lackieren

Klar haben sich ein paar kleinere Lackeinschlüsse beim Lackieren im Freien nicht verhindern lassen, aber immerhin haben sich so die Kosten im Rahmen gehalten. Nun mussten nur noch alle Teile wieder an ihren Platz. Und hier haben sich im Detail doch noch ein paar weitere, falsche Bemaßungen herausgestellt, sodass ein paar Bohrungen angepasst werden mussten. Auch die Spaltmaße sind leider nicht perfekt geworden, aber ich bin dennoch mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden.

neue Karosserieteile montiert

Und eine kurze Ausfahrt übers Wochenende durfte dann auch nicht fehlen:

Bodenheim 2014

Ab in den Urlaub mit neuen Hubstützen

Dienstag, 20 August 2013

Nach neuem TÜV und erfolgreich abgeschlossener Inspektion gab es noch ein paar Dinge, die ich erledigen wollte, bevor es auf große Reise in den Sommerurlaub gehen sollte.

Schon kurz nach dem Kauf von odimobil sind mir die weichen Blattfedern aufgefallen, die den Koffer im Stand hin- und herwackeln lassen, sobald man nur einsteigt und darin herumläuft. Also habe ich nach manuellen Hubstützen Ausschau gehalten und bin bei Reimo fündig geworden. Am Rahmen gab es auch ein schönes Plätzen wo sie passend montiert werden konnten, also einmal anprobieren:

Hubstütze Anprobe - 1 Hubstütze Anprobe - 2

Passt!

Dann zog sich das ganze doch wieder einmal länger hin als gedacht. Die Löcher waren schnell in das Abdeckblech unter dem Rahmen gebohrt, doch dann fehlte Rostschutzlack und andere Dinge. Also wieder Heim fahren und den nächsten Schub an Werkzeug und Materialien zum Stellplatz geschafft. Nachdem alles lackiert war musste das ja erst einmal trocknen und einige Tage später konnten dann die Stützen auch wirklich montiert werden. Das ging dann relativ zügig mit jeweils zwei M8 Schrauben, Unterlegscheiben und selbstsichernden Muttern sitzen nun die Stützen bombenfest an ihrem Platz.

Hubstützen montiert - 1 Hubstützen montiert - 2 Hubstützen montiert - 3

Vor Abreise hab es noch eine weitere wichtige Reparatur zu erledigen. Die Entlüftungsschläuche im Abwassertank mussten neu befestigt werden, denn diese hatten sich über den Winter gelöst. Ich habe die Entlüftung so gelöst, dass ich zwei Schlauchdurchführungen unten am Abwassertank montiert habe und im Tankinneren gehen diese Schläuche bis zur Tankdecke. Herausforderung ist es diese auch dauerhaft an der Tankdecke zu halten. Eine einfachere Entlüftung von oben war in meinem Fall nicht möglich, da der Tank eingequetscht unter dem Fahrzeugboden sitzt und daher alles von unten erledigt werden musste. Der Erstversuch war die Schläuche nur mit Sika an die Decke zu kleben. Dies hat immerhin ein paar Jahre und zehntausende Kilometer gehalten, aber eben auch nicht mehr. Daher habe ich versucht eine dauerhafte Lösung zu finden und wollte die Schläuche zum Tankboden abstützen. Aus einem Schlauchhalter und einer Gewindestange habe ich mir eine Stütze gebastelt, die ich erst einmal mit viel Sika verklebt habe. Zuvor stand natürlich eine ausgiebige Reinigung des Tanks an, ich erspare euch die Details 😉 Danach mussten nur noch die Entlüftungsschläuche in die neuen Halterungen eingeklipst werden und zur Sicherheit nocheinmal Sika drumherum. Fertig ist die neue Befestigung, die hoffentlich für die Ewigkeit ist.

Abwassertank Entlüftung

Nun konnte es in den verdienten Urlaub gehen. Ziel war dieses Jahr die deutsche Nord- und Ostsee und glücklicherweise war das genau die richtige Wahl, denn über den Sommer 2013 gibts wohl nichts zu meckern? Wir hatten eine traumhafte Zeit in Sankt Peter-Ording, auf Sylt und Fehmarn.

Stellplatz Sankt Peter-Ording Sylt CP Weddingstedt

der Winter ist vorbei

Freitag, 5 April 2013

Ruhig ists hier über den Winter gewesen, was sowohl an viel Arbeit abseits von odimobil lag als auch an unvollendeten Baufortschritten, die sich über den laaangen, kalten Winter nicht vollenden ließen.

Doch jetzt kam endlich einmal ein Hauch Frühling vorbei und Urlaub habe ich auch noch, also konnte es endlich weiter gehen. Vor dem Winter und dem Ende der Saison hätte eigentlich noch ein TÜV Besuch angestanden, aber mir wurde schnell klar, dass das nicht mehr in 2012 klappen konnte.

Pünktlich zur Beginn der neuen Saison 2013 habe ich mich ans Werk gemacht odimobil fertig für die Haupt- und Abgasuntersuchung sowie Gasprüfung zu machen.

Vor dem Winter hatte ich die Wahl meine Anhängerkupplung für den HU Termin abzumontieren oder Platz zu schaffen, um sie dauerhaft korrekt montieren zu können. Die AHK hatte ich von einem anderen Postkoffer Besitzer geschenkt bekommen und hatte die Hoffnung, dass diese problemlos an odimobil montierbar ist, war sie aber nicht. Der Beleuchtungsträger am Heck war im Weg, sodass sie nur in die unteren zwei der vier vorgesehenen Löcher passte. Und da ich glaubte es fehlen nur ein paar cm um die AHK an ihren Platz zu bekommen hatte ich „schnell“ zur Flex gegriffen. Was folgte war ein Kampf AHK gegen mich. Mit jedem neuen oder erweiterten Loch im Beleuchtungsträger tat sich eine neue Stelle auf, die die AHK hinderte weit genug nach oben zu kommen, um sie korrekt mit dem Fahrzeugrahmen verschrauben zu können. Um das ganze nicht noch weiter in die Länge zu ziehen habe ich nach mehreren Anläufen im November und Dezember 2012 irgendwann doch gegen die AHK gewonnen und sie saß endlich dort wo sie hinsollte:

AHK Befestigung Fahrerseite AHK Befestigung Beifahrerseite AHK an ihrem Platz

 

Doch spätestens dann kam die Kälte und vor allem viel Schnee und eine Zwangspause war da. Vorgestern ging es dann an die Vollendung des Projekts „AHK“. Inzwischen ist aus diesen anfänglichen kleinen Öffnungen:

Öffnungen links Öffnungen rechts

ein riesen Einschnitt auf der ganzen Breite zwischen den kleinen Löchern rechts und links entstanden. Es musste jetzt nur noch der Flugrost entfernt werden, der sich über den Winter gebildet hatte und alle scharfen Kanten entgratet werden. Danach folgten zwei Anstriche mit Brantho Korrux 3 in 1 und die AHK konnte endlich – für die Ewigkeit – montiert werden.

Da der hintere Stabi auch schon ganz schön Rost gefangen hatte und sich der ehemalige Lack abschälte, habe ich diesen grob vom Rost befreit und neu lackiert. Die Gasgeräte haben sich die lange Pause nicht anmerken lassen und funktionierten tadellos.

Dann konnte gestern das Wagnis HU angegangen werden und nach einer kleinen Odyssee bei der Suche nach einer Prüfstelle, die auch wirklich eine Gasprüfung durchführen kann und es nicht nur auf ihrer Homepage verspricht, bin ich bei der DEKRA in Darmstadt gelandet. Nach etwas Wartezeit waren wir dann „dran“ und mir war mehr als mulmig zu Mute welche Mängelliste auf mich zu kommt. Die Bremsen hatte ich zuvor warm gefahren und sie funktionierten wie im Bilderbuch. Auch die Rußwolke scheint im Rahmen der Normen zu sein, denn auch die AU konnte gemeistert werden. So kam es ganz anders als gedacht, alles funktionierte tadellos und es gab die ersehnten Plaketten:

Gasprüfung bis 2015 frischer TÜV bis 2015 weitere zwei Jahre on the road

 

Die erste Ausfahrt 2013 lässt aber bei den doch noch eher eisigen Temperaturen da draußen noch etwas auf sich warten. Vermutlich geht es Anfang Mai nach Bodenheim am Rhein zum 12. womobox und Leerkabinen Treffen.

odimobil kann jetzt auch Fahrräder transportieren

Freitag, 10 August 2012

Auch diese Neuerung ist gar nicht mehr sooo neu, denn vor einem zweiwöchigen Trip mit odimobil im Juli wollte ich – mal wieder – Fahrräder mitnehmen!

Bisher konnte ich, zumindest ein Fahrrad, natürlich auch innen im Wohnraum zwischen den Vordersitzen ganz gut transportieren, aber es sollte etwas komfortabler werden. Da mein Selbstbau eines schwenkbaren Fahrradträgers irgendwie aus verschiedensten Gründen ins Stocken geraten ist, habe ich nach einer „schneller“ umzusetzenden Lösung gesucht. Da ich eine Anhängerkupplung geschenkt bekommen hatte und diese, wie hier berichtet, auch schon montiert hatte, fehlte noch die Elektrik bzw. die Anhängersteckdose anzuschließen und zu montieren.

Also habe ich mir eine 7-polige Anhängersteckdose besorgt, weil mein gekaufter Anhängerkupplungs-Fahrradträger auch eine 7-polige und keine 13-polige Steckdose hat. Dann musste diese nur noch verkabelt werden, wobei ich es mir einfach gemacht habe und mir die Kontakte aus den beiden Rückleuchten geholt habe. Passendes sieben-adriges Kabel hatte ich von meinem Fahrradträger-Selbstbau-Projekt und somit war dies relativ schnell erledigt.

Dabei ist mir noch ein Masseproblem aufgefallen, denn beim Blinken haben nicht nur die Blinker, sondern auch die Rückleuchten geblinkt. Probleme waren jeweils lose bzw. korrodierte Masse-Kontake!

Das Verkabeln hat doch – wie meistens – länger gedauert als gedacht, aber im Endeffekt leuchtet jetzt wieder alles wann es soll.

Der erste Praxistest ist auch schon bestanden, alle Fahrräder sind am Urlaubsziel angekommen und auch wieder mit zurück gekommen 😀

Nachteil bleibt natürlich, trotz abklappbarem Fahrradträger, der schlechtere Zugang zur Heckgarage, aber erst einmal bleibt die Freude Fahrräder mitnehmen zu können!

Anhängerkupplung montiert & „Stromdieb“ identifiziert

Sonntag, 6 Mai 2012

Das vergangene Wochenende habe ich in Bodenheim bei Mainz auf dem 11. womobox und Leerkabinen Treffen verbracht, wobei ich mir ein verlängertes Wochenende gegönnt habe und schon Freitag Morgen angereist bin! Es war wieder einmal rund herum gelungen und ich habe viele nette Leute getroffen. Leider hat das Wetter nicht ganz so wie letztes Jahr mitgespielt, denn am Samstag hat es fast durchgeregnet und wir haben eine kleine Vorzelt und Planenstadt errichtet 😉 Dafür war es am Freitag noch so schön, dass es für einen leichten Sonnenbrand gereicht hat!

Zwei Dinge konnte ich auch noch mit tatkräftiger Hilfe von Dirk und Anton erledigen. Zum einen habe ich eine Anhängerkupplung montiert oder besser montieren lassen: ^^

Ich brauchte eine helfende Hand, um die schwere AHK auf die richtige Stelle zu positionieren, damit die Schrauben durchgesteckt werden konnten und schon wurde aus der helfenden Hand ein Montagetermin, das unter meiner Aufsicht Wunderbares geleistet hat 😉

Zum Einbau musste nur die Heckstufe abgenommen werden, die mit jeweils vier M12 Schrauben an den Längsträgern verschraubt ist. Anschließend werden die gleichen Löcher zur Montage der Anhängerkupplung genutzt. Die M12x1,5×90 Schrauben mit 10.9 Festigkeit habe ich leider nirgends auftreiben können als in der Sternenapotheke. Sie haben die Teilenummer 304014010009, die passenden Muttern haben die Teilenummer 910113010001. Die AHK habe ich netterweise von Mike, auch einem Paketkoffer-Fahrer, geschenkt bekommen. Zusätzlich zu den acht Schrauben und Muttern benötigt man aber noch je eine Unterlegplatte:

Diese Unterlegplatte mit der Teilenummer 6013150038 ist aber leider nicht mehr bei MB zu bekommen und dank der Hilfe von Dieter aus dem womobox Forum, der mir diese Platten auf Maß hergestellt hat, konnte die AHK originalgetreu eingebaut werden! An dieser Stelle nochmal ein Dank an alle beteiligten Helfer 😉

Das zweite Projekt, das am womobox-Treffen zwar nicht abgeschlossen, aber zielführend weitergebracht werden konnte, ist der angeblich hohe Stromverbrauch meines Kühlschranks von ca. 20A bei nur 100W Leistung. Nachdem wir schon im März die Verkabelung als Grund ausschließen konnten, lag der Verdacht in der Luft, dass mein Batteriecomputer MT 2000 von Mobile Technology falsche Werte anzeigt. Dies konnte nun bestätigt werden, denn Dirk hat den identischen Batteriecomputer und nach dem Anschließen seines MT2000 an meine Verkabelung wurden plötzlich sinnvolle Werte für den Kühlschrankverbrauch und natürlich auch alle anderen Verbraucher angezeigt! Ich habe nun bei MT eine Anfrage gestellt, ob das Gerät überprüft  bzw. repariert werden kann und bin auf die Antwort gespannt, denn es war ja alles andere als günstig und ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals nicht 20A Verbrauch für meinen Kühlschrank angezeigt haben soll…

Da es auf dem Treffen eben sehr nass war, folgen noch ein paar wenige Bilder vom heutigen Abreisetag. Insgesamt werden doch knapp 40 Fahrzeuge und deren Bewohner dem Wetter getrotzt haben. Weitere Bilder werden sicher nach und nach im Anmeldethread des Treffens verlinkt und hochgeladen werden!

honeypot@odimobil.de